Wie oder warum wird ein Mensch Rassist?

Vortrag mit Prof. Dr. Klaus Weber

Termin: 11/18/2020 um 07:30 Uhr
Eintritt: frei

Eigentlich ist es doch offensichtlich: Die Vorstellung, Menschen mit anderer Hautfarbe oder Religion seien grundsätzlich minderwertig oder eine potentielle Gefahr und deshalb mit aller Kraft von uns „Eingeborenen“ fernzuhalten, ist eine Beleidigung unserer Vernunftfähigkeit. Wir bezeichnen solches Denken als Rassismus. Dennoch sind rassistische Vorstellungen verbreitet.
Reicht es, solche Menschen zu verachten? Der Anspruch, menschlich zu sein, schließt die Aufgabe mit ein, zu verstehen, welche Entwicklung dem vorausgegangen ist, dass Menschen andere als minderwertig empfinden und auch danach handeln.
Führen Rassist_innen ein elendes Leben? Es gilt, sich klarzuwerden, auf welchen Fundamenten ein gelingendes Leben beruht. Sind wir frei, unser eigenes Leben zu führen in einer Gesellschaft, in der die Verzweckung und Funktionalisierung der Menschen (zu Profitzwecken) die einzige Logik zu sein scheint. Ist es die geistige Knechtschaft und unser „unmenschlicher“ Umgang mit uns selbst sowie mit anderen, die den Nährboden für rassistische Vorstellungen bilden?

Klaus Weber ist Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, München. Seine Schwerpunktthemen sind die Sozialpsychologie und das Ausleuchten der Entstehungsbedingungen des Faschismus. Klaus Weber ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschien Resonanzverhältnisse, zur Faschisierung Deutschlands. Ein politisches Tagebuch im Argument Verlag. Sein zweites „Standbein“ ist das politische Engagement in der Partei „Die Linke“. Seit Oktober 2018 ist er Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Bezirkstag von Oberbayern.

 

Kooperationsveranstaltung mit Sozialforum Amper und Eine-Welt-Zentrum
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

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