Sebastian Smee: "Paris im Aufruhr"

Medientipp
von Beate Lehr

Die Liebes- und Lebensgeschichte zweier Künstler des Impressionismus vor dem Hintergrund der politischen und militärischen Konflikte im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts – gleich mehrere Erzählstränge kreuzen sich in dem gut recherchierten Künstlerroman des Pulitzerpreisträgers Sebastian Smee. Edouard Manet und Berthe Morisot bilden die Hauptpersonen, geschildert werden aber auch Leben und Arbeit weiterer bedeutender Persönlichkeiten wie Degas, Renoir, Monet oder Courbet. Was die Lektüre so interessant macht, ist die Verknüpfung der bahnbrechenden Neuerungen in der Malerei mit den Ereignissen der damaligen Zeit. Die in vier Kapitel gegliederte Lektüre behandelt nicht nur die Geburt des Impressionismus in all ihren Facetten, sondern auch die Kriegsjahre 1870/71 der deutsch-französischen Auseinandersetzungen und die blutige Niederschlagung der Pariser Kommune. Dies alles ist spannend und überaus informativ zu lesen. Einziges Manko: Es gibt leider nur sehr wenig Abbildungen im Mittelteil des Buches. Weitere Titel zum Thema sind in unserer Ausstellung "Kunst in der Literatur" im Romanbereich zu entdecken.   

Zum Titel im Online-Kartalog

VOILA_REP_ID=C1257F7F:00430CAC