Miguel Delaney: "Spielball der Milliardäre"
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika steht kurz bevor, doch auch dieses Turnier bleibt nicht von öffentlicher Kritik verschont. Extreme Ticketpreise sowie eine zunehmende Kommerzialisierung und Politisierung machen die WM immer mehr zu einem Event für Wohlhabende und Einflussreiche.
Genau diese Entwicklung hat das neu erschienene Sachbuch des irisch-spanischen Sportjournalisten Miguel Delaney zum Thema.
Er zeigt auf, dass der Fußball vom Volkssport zum globalen Geschäft für Investoren, Politiker und Machthaber geworden ist und Vereine wie Manchester City und Paris Saint-Germain dank milliardenschwerer Investitionen von außen an die Spitze des Weltfußballs gelangt sind. Er berichtet darüber, wie die Weltmeisterschaft in Katar gekauft und von politischen Interessen begleitet wurde und die FIFA nicht scheut, mit Autokraten zu posieren, solange es lukrativ ist. Wettbewerbe werden vergrößert sowie neue kreiert, um noch mehr Geld zu generieren.
Wie lange kann der Sport dieser Entwicklung standhalten? Wie lange sind die Fans bereit, steigende Preise für Tickets und Streaming-Abonnements zu zahlen? Wie weit lässt sich der Spielkalender ausdehnen, bevor die körperliche Belastung der Spieler ihre Grenzen erreicht?
Ein aufschlussreicher und kritischer Titel über die Machtstrukturen im modernen Fußball, der deutlich macht, dass es längst nicht mehr um den Sport geht.
